Innenaufnahme: Ein langer Gang mit weißen Wänden und vielen weißen Türen. Auf dem Gang stehen einige Rollbetten. Fraunsleut in weißen Kitteln eilen hin und her. Es handelt sich ganz offenbar um ein Krankenhaus.
Die 5 Mitarbeiter blicken sich suchend um.
Mitarbeiter #4: (zu einem Fraunsleut) Entschuldigen Sie, wo ist hier die Notaufnahme?
Schwester #1: (nervös) Ich bin hier nur die Lernschwester... Bitte fragen Sie jemand anders.
Mitarbeiter #4: (zu einem anderen Fraunsleut) Entschuldigen Sie, wo ist hier die Notaufnahme?
Schwester #2: (schaut die Mitarbeiter an) Wie meinen Sie das?
Mitarbeiter #4: (zeigt auf den blutenden #2) Wir haben hier einen dringenden Notfall!
Schwester #2: (schaut #2 an) Was hat er denn schlimmes?
Mitarbeiter #2: (blutet und stöhnt)
Mitarbeiter #3: Ja, sehen Sie denn nicht? Es hat ihm fast die Hände weggerissen!
Schwester #2: Das ist alles? Wir haben wirklich üblere Fälle. Setzen Sie sich ins Wartezimmer und warten Sie, bis Sie aufgerufen werden!
(läuft eilig weiter)
Mitarbeiter #2: (fällt in Ohnmacht)
Mitarbeiter #1: (ruft) Hey...
Da keiner sie beachtet, tragen die Mitarbeiter #2 in den Warteraum.
Der Warteraum ist groß, hell und sehr gemütlich. Auf niedrigen Tischen liegen die neusten Illustrierten: "Mode für Einbeinige", "Spaß mit Natursekt", "Neue Postkarten für Craig Shergold" und viele mehr. Im Warteraum sitzt ein eigenartiges Wesen. Ansonsten ist der Warteraum leer.
Wesen: Küß mich, ich bin ein verzaubertes Online!
Die Mitarbeiter setzen sich etwas abseits. Das verzauberte Online schweigt beleidigt.
Eine Schwester betritt den Warteraum.
verzaubertes Online: Küß mich, ich bin ein verzaubertes Online!
Schwester #3: Jaja, darum kümmern wir uns später...
(zu den Mitarbeitern) Gut, wer von euch ist krank?
Mitarbeiter #2: (blutet)
Mitarbeiter #1: Hier, ein Notfall!
Schwester #3: Nana, alles halb so schlimm. Welche Kasse?
Mitarbeiter #5: Wir zahlen bar.
Die Schwester stürzt aus dem Wartezimmer.
Schwester #3: Herr Doktor, Herr Doktor!
Nach einer kurzen Zeit erscheint ein Arzt. Er trägt einen weißen Kittel, ein Stethoskop, einen eleganten Bart und ein vertrauenerweckendes Lächeln.
verzaubertes Online: Küß mich, ich bin ein verzaubertes Online!
Halbgott in Weiß: Schnauze.
(zu #3) Na, wie geht es uns denn?
Mitarbeiter #3: Mir geht's gut, wie es Ihnen geht, weiß ich nicht, aber er hier wird gleich verbluten!
Halbgott in Weiß: Nur keine Panik.
(schaut sich #2 an) Oh, das sieht gar nicht mal so gut aus.
Wir werden sofort operieren.
(spricht in ein Mikrofon an seinem Kittel) Schwester Annegret, bitte sofort OP 1 vorbereiten, die Riemen ölen und die Kettensäge desinfizieren.
Zwei Helfer erscheinen mit einem Rollbett, auf das sie #2 legen. Sie schieben ihn aus dem Wartezimmer. Der Arzt und die Mitarbeiter folgen ihm.
Sie gehen durch einen langen Gang. vor einer Schwingtür, auf der "OP1" steht, bleibt der Arzt stehen. Das Bett wird hineingeschoben.
Halbgott in Weiß: Tut mir leid, aber Sie dürfen nicht mit hinein. Seien Sie unbesorgt. Bei uns ist ihr Freund in guten Händen. (lächelt und geht hinein)
Stimme aus dem OP: Was denn, DEN da sollen wir operieren?
Stimme aus dem OP: Sei still! Es wird operiert, was auf den Tisch kommt.
Tupfer!
Ein Mann in einem blauen Overall nähert sich. Er sieht sich suchend um.
Elektriker: Schulljunk, is hier de Obbradsionssaal ains?
Die Mitarbeiter nicken.
Elektriker: Dange, ich muss hier nemlich grad mal was rebariere.
Der Mann geht in den OP. Die Mitarbeiter stehen noch etwas unschlüssig herum und gehen schließlich wieder zurück in den Warteraum.
Nach einer Weile erscheint ein Mann in einem schwarzen Frack, er trägt einen schwarzen Zylinder, einen schwarzen Umhang und einen schwarzen Stab.
verzaubertes Online: Küß mich, ich bin ein verzaubertes Online!
Zauberer: Was? Man chat dich verrzauberrt? Nun, dagegen kann isch etwas thun!
(schwenkt den Stab) Kraklawzium Paritium Grambianium!
Das verzauberte Online verwandelt sich in ein noch seltsameres Wesen.
Wesen: (sieht an sich hinunter)
(kreischt) Was hast du getan, du elender Stümper! Du hast mich in einen Mozilla verwandelt! Na warte, das zahle ich dir heim!
(entblößt 6 Reihen Fangzähne und stürzt sich auf den Zauberer)
Der Zauberer entflieht, der Mozilla rennt ihm hinterher.
Nach einer Weile erscheint der Arzt.
Halbgott in Weiß: So, das hätten wir. Ihr Freund wird noch eine Weile im Krankenhaus bleiben müssen, aber wenn Sie möchten, dürfen Sie ihn jetzt besuchen.
Alle folgen ihm in ein kleines Zimmer.
Das Zimmer ist mit viel Technik vollgestellt, von der viele Schläuche zu einem Bett führen. Auf dem Bett liegt, völlig in Verbandsmaterial eingewickelt, #2.
Er scheint bewußtlos zu sein.
Mitarbeiter #4: Was ist denn passiert? Wieso ist er so eingewickelt?
Halbgott in Weiß: Nun ja, es gab ein paar unbedeutende Komplikationen, aber nichts, womit wir nicht fertiggeworden sind.
#2 schlägt die Augen auf und sieht die Mitarbeiter an.
Mitarbeiter #5: Hey, wie geht's dir?
Mitarbeiter #2: (mit schwacher Stimme) Bielefeld existiert und es wohnen echt nette Leute dort.
Mitarbeiter #1: (schreit) WAS HABEN SIE MIT IHM GEMACHT?
Die Mitarbeiter drängen den Arzt gegen die Wand und sehen ihn drohend an.
Halbgott in Weiß: Sehen Sie, der Elektriker mußte den Strom wechseln... Das gab eine ziemliche Sauerei, kann ich Ihnen sagen. Diese Handwerker heutzutage passen überhaupt nicht mehr auf, wohin sie den Altstrom kippen.
Wirklich - eine Riesensauerei! Es gab nur noch eins, was wir tun konnten, um ihm überhaupt das Leben zu erhalten.
Mitarbeiter #1: (drohend) WAS haben sie mit ihm gemacht?
Halbgott in Weiß: (lächelt hilflos) Nun, wir mußten ihm das Gehirn waschen! Verstehen Sie doch, es war die einzige Möglichkeit, sein Leben zu retten!
Mitarbeiter #5: (bedrückt) Was ist das schon für ein Leben?
Plötzlich erscheint ein Dutzend kräftige Helfer. Sie packen die Mitarbeiter und zerren sie aus der Reichweite des Arztes.
Halbgott in Weiß: (mit eiskalter Stimme) Sie haben versucht, mich anzugreifen. Schmeißt sie raus!
Die Helfer ziehen die sich wehrenden Mitarbeiter zum Ausgang. Sie schubsen sie aus dem Krankenhaus und verschließen die Tür.