Außenaufnahme: Eine Straße. Es ist stockfinster und sehr neblig. Die Mitarbeiter kommen aus einer Tür und sehen sich um.
Mitarbeiter #1: Puh, hier ist es ja finsterer als in den Tunneln. Sollten wir nicht doch unterirdisch weitergehen?
Mitarbeiter #5: Nein, die Tunnelkarten reichen nicht bis zu OBI.
Mitarbeiter #3: Was denn, bei den Römern gab's noch keinen OBI? Wie sind die dann an die Waren des täglichen Bedarfs gekommen?
Mitarbeiter #5: Gar nicht, sie verfügten über eine Mangelwirtschaft.
Mitarbeiter #2: Und wolang gehen wir jetzt?
Mitarbeiter #4: (zu #5) War denn bei deinen Karten auch eine aktuelle überirdische dabei?
Mitarbeiter #5: Schon, aber...
Mitarbeiter #3: Aber????
Mitarbeiter #5: Wo sind wir? Seht ihr ein Straßenschild?
Mitarbeiter #2: Ehrlich gesagt, sehe ich nicht mal eine Straße. Gehen wir nach links oder rechts?
Mitarbeiter #1: Ich bin für rechts.
Alle anderen: Also links.
Alle wenden sich nach links. Sie gehen durch die Dunkelheit. Unter ihnen gluckst der feuchte Asphalt. Eine Stadteule schreit. Nebelschwaden ziehen ziellos vorüber. Nach einer Weile sind gedämpfte, geheimnisvolle Geräusche zu hören. Weiter vorne verdichtet sich der Nebel zu dunklen, sich nähernden Schatten.
Mitarbeiter #4: Huuuuuuh, ist das unheimlich.
Mitarbeiter #2: Irgendwie erinnert es mich an "Die Nacht der Lebenden Toten".
Mitarbeiter #3: (schaudert) Wirst du wohl still sein!
Die Schatten werden größer. Noch sind keine Einzelheiten zu erkennen, nur daß über jedem Schatten ein schwacher Lichtschein schwebt, ist zu erahnen. Unter den Geräuschen sind ein unregelmäßes Klappern und ein leises Murmeln zu unterscheiden.
Mitarbeiter #1: (flüstert) Klingt wie Hufschlag.
Mitarbeiter #2: (flüstert) Kommen *SIE* jetzt schon mit der Kavallerie?
Mitarbeiter #3: Vielleicht sind es ja !SIE!.
(er klappert ein bißchen mit den Zähnen, hört aber wieder damit auf, da es ihm zu gruselig klingt)
Plötzlich treten die Schatten aus dem Nebel. Es sind tatsächlich Reiter, jeder von ihnen trägt eine blendend weiße Kutte, eine Fackel und eine Sense. Dort, wo normalerweise Gesichter zu sehen wären, herrscht schwarze Leere. Sie beachten die Mitarbeiter nicht.
Reiter: (wispern) STEFAHAN! STEFAHAN! STEFAHAN!
Mitarbeiter #1: (erleichtert) Ich weiß, wer das ist: Das sind die reitenden Pizzaboten.
Mitarbeiter #4: (schreit) PIZZA!
#4 stürzt den allmählich wieder im Nebel verschwindenden Reitern hinterher. Es sind dumpfe Geräusche zu hören, ein Pferd wiehert, Metall klirrt auf Metall. Schließlich erscheint #4 wieder mit einem großen Beutel. Er lächelt zufrieden.
Mitarbeiter #4: So, schaun wir doch mal, was wir hier erbeutet haben...
(wühlt im Beutel) Hmmmm... Kruzifixe, angespitzte Holzpfosten...
Silberkugeln????!!! Ob sich hier auch was eßbares findet?
Mistelkraut... Igitt.
Amulette, Talismänner... Was sind denn das für Typen? Ich denke die bringen Pizzas?
Ah... was ist denn das?
(zieht etwas längliches, raschelndes heraus)
(enttäuscht) Oh, nur ein Knoblauchzopf. Nagut, esse ich eben den.
(beißt herzhaft in eine Knolle)
Alle anderen: NEIN! NICHT!
#4 kaut und beißt mehrmals ab. Alle schauen ihm resigniert zu, bis er sein grausiges Mahl beendet hat. Dann gehen sie weiter.