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Die Einzig Wahre Religion [TM]

Was ist die Einzig Wahre Religion [TM]?

Sie ist die Einzig Wahre Religion. Die von ihr Erleuchteten haben den vorletzten Schritt auf dem Weg zur Absoluten Wahrheit gemacht. Da nach dem letzten Schritt das Universum implodiert, ist Vorsicht beim Erforschen der Letzten Geheimnisse Der Welt geboten.

Gibt es göttliche Wesen?

Die Einzig Wahre Religion [TM] ist streng polytheistisch. Unser Schicksal auf der Erdenscheibe wird bestimmt von 15 Göttinnen, 10 Göttern, 3 Zwitterwesen und 25 Hybridwesen. Hinzu kommen noch die ungezählten Wesen der Zwischenwelt, wie Dschinns, Elfen, Feen, Geister, Halbgötter, Unmenschen, Drachen und so weiter. Und über alledem steht AL-LAT, die Verzeihende, die Schützende.

Die meisten Gottheiten sind allerdings nur von regionaler Bedeutung, darum soll hier - auch im Interesse des Bandbreitenbedarfs der kommenden Generatoren - auf eine vollständige Aufzählung verzichtet werden. Hier nur einige der bekannteren Gottheiten:

  • AL-LAT
    Sie ist die Göttin, die über allen steht. Sie hat die Welt erschaffen, und zwar vor etwas mehr als 7291 Jahren. Es gibt keine Möglichkeit, zu erfahren, wie lange sie dafür gebraucht hat, da sie die Zeit erst schuf, als sie mit der Erschaffung der Welt fertig war.
  • Nar-fi-Wany
    Die Göttin der Geduld wird täglich von den Fraunsleut um Beistand beim Umgang mit Mannsbildsleut gebeten. Sie ist eine der wichtigsten Göttinnen.
  • Jira-fi-Wany
    Die Göttin des Nachthimmels hat an die Dunkle Seite Der Himmelskuppel das Buch Der Kommenden Ereignisse geschrieben. Aber nur die Sehr Weisen Frauen vermögen es, in den Bewegungen der kleinen Scheiben zu lesen und so die Zukunft vorherzusehen.
  • Marhish
    Der grauköpfige Gott der Scherben hat Besitz von Dieters Lieblingstellerchen ergriffen. Dieter hat diese Wahrheit nur noch nicht erkannt und huldigt in seiner Verblendung nach wie vor Frunz.
  • Zarhem
    Der Gott des Unwetters bringt Sturm, Hagel und Kälte über das Heilige Land [TM]. Seine Statuen an den Stränden von Jadina werden häufig von zornigen Urlauberinnen mit alten Konservendosen und durchweichten Regenschirmen beworfen.

Wie huldigt man den Gottheiten?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Gottheiten zu lobpreisen, ihren Beistand zu erflehen oder ihren Zorn zu besänftigen. Die einfachste ist das Demütige Gebet, dessen Wirkung aber begrenzt und vor allem nicht besonders langanhaltend ist. Als wirklichen Glaubensbeweis wird von den Gottheiten nur das Opfer akzeptiert. Die Wirkung des Opfers entspricht dabei dem Wert der Opfergabe und dem Aufwand der Opferzeremonie. So ist für den allmorgendlichen Dank für den Aufgang der Sonne ein im Gemeindetempel entrichtetes Geldopfer angemessen, für größere Reisen sollte es dagegen schon eine Ziege oder ein Rind sein. Zu wirklich wichtigen Anlässen wie Erntedank und Kriegsbeginn kann uns dagegen nur eine Opferung eines oder mehrerer Mannsbildsleute in einer aufwendigen Zeremonie das Wohlwollen der Götter sichern.

Wie wird eine Opferung durchgeführt?

Die Art der Zeremonie hängt natürlich vom Anlaß ab. Die wichtigsten Opferungen finden jeweils im Frühjahr und im Herbst zu Ehren der AL-LAT statt. Der genaue Zeitpunkt und die Art der Opferung werden für jede Opferung von den Sehr Weisen Frauen bestimmt.
Opferungen sind grundsätzlich öffentlich. Das festigt den Glauben der Menschen. Außerdem ist ein Blut...bad immer eine willkommene Abwechslung im Alltag. An die allgemeine Opferungsfeier schließt sich bei besonders bedeutenden Opferungen noch die Verborgene Zeremonie im Inneren Kreis an, über deren Details aber Stillschweigen gewahrt werden muß, um nicht den Erfolg der Opferung in Frage zu stellen.
Die zu opfernden Mannsbildsleut werden von den Hohepriesterinnen aus einer Liste, die von der Opferungsbeauftragten des Inneren Kreises erstellt wird, ausgewählt. Die Opferungsbeauftragte achtet dabei darauf, daß sich vor allem Mannsbildsleut auf der Liste befinden, die an der Wahrheit der Einzig Wahren Religion [TM] zweifeln oder die auf andere Weise unangenehm aufgefallen sind. Auch das trägt zur Festigung des Glaubens und zur Ruhe unter den Bewohnern des Heiligen Landes [TM] bei.